Wiederholungstäter: Wochenendtripp: Bosanska Krupa – Босанска Крупа – Bosnien und Herzegowina


Ich bin echt ein Wiederholungstäter, gefällt es mir wo, dann will ich meistens wieder hin, egal ob ich dann wieder dasselbe sehe.
Was nicht heißt, dass ich nicht auch gerne Neues entdecke.

Aber ich hab diesmal so tolle Fotos machen können, zwei tolle Lokale sehen können, für eines habe ich schon einen Review geschrieben. Restoran Mlin in Bihac.

Letztes Jahr habe ich dank Amela Bosanska Krupa erstmalig besucht, HIER könnt ihr nachlesen wie es uns gefallen hat.

Mit Amela nach Bosanksa Krupa zu reisen, bedeutet, dass man alle paar Meter ihr bekannte Menschen trifft, mit jedem wird freundlich geplaudert, leider fehlte ihr die Zeit sich mit allen auf ein längeres Tratschal zu treffen, wir waren zu kurz da.
Amela ist in Bihac geboren, aber ihre Heimat ist Bosanska Krupa, außer dass sie fleißig arbeitet, ist sie auch noch politisch bei den Grünen in Wien-Wieden als Gemeinderätin tätig und hat außerdem noch Transculturalwork gegründet.

Ganz nett fand ich, bei unserer kleinen Wanderung an der Krušnica, dasss wir in der größten Hitze einen ihrer vielen Cousins trafen, der mit seinem Traktor ich glaube das Heu einfuhr, und uns sofort vom sonnigen heißen Weg auf seine kühle beschattete Terrasse seines Hauses einlud, wo wir gastfreundlich mit Getränken bewirtet wurden,..einfach so. Das ist eines, was ich an den Menschen da so liebe, diese Freundlichkeit, die Offenheit, die Gastfreundschaft, die sich auf alle erstreckt die da sind, auch wenn man die nie vorher gesehen hatte. Die umliegenden Maisfelder gehören auch ihm und er meinte wir können uns gerne jungen Mais nehmen und den verzehren,..was wir auch getan haben, ich habe jahrelang keinen so guten frischen zarten Mais gegessen.

Jetzt geht’s mal an die Una, in der man übrigens auch baden kann, meine Mitreisenden haben das auch getan, mir selber war es viel zu kalt, bin nur mit den Füßen rein und das auch nicht recht lang..geschätzte 16 Grad würde ich mal sagen,..nix für ein leichtfrierendes Geschöpf wie mich,…

Gewohnt haben wir im Hotel Eki direkt an der Una gelegen und das war unsere Terrasse vom Mädelszimmer
Terrasse unseres Zimmers im Hotel Eki, Bosanska Krupa

Wie man sehen kann, wird eine der Brücken die die beiden Seiten der Una verbindet gerade renoviert, leider ist das genau die Brücke die vor unserem Hotel liegt, abgesehen davon, dass wir, wenn wir in den anderen Teil der Stadt wollten, einen Riesenumweg über eine andere Brücke nehmen mussten, aber der Ausblick ans andere Ufer der war soooo ungewöhnlich, letztes Jahr war das schöner anzusehen, ich denke aber nächstes Jahr wird die Brücke im neuen Glanz erstrahlen und unser Auge erfreuen.
Brücke wird renoviert

Dieses Bild vereint die Religionen dieses Landes, man sieht die Kirchtürme einer katholischen Kirche, einer der serbisch-orthodoxen, sowie den einer Moschee. Bosanska Krupa ist vorwiegend muslimisch. Wobei man sich hier nicht vorstellen darf, dass die Damen verschleiert sind, der Großteil der Einwohnerinnen trägt normale Kleidung. Was wir aber gesehen habe sind ganz viele vollverschleierte Damen, die aber keine Bosnierinnen waren, sondern aus anderen muslimischen Ländern kommen und ihren Urlaub hier verbringen.
Ausblick vom Hotel

 

Einfach nur faszinierend in wievielen Farben sich die Una präsentiert. I love Una 🙂
Una
Una mit Inhalt
Una (4)

Una (3)
Una (2)

 

Jahre nach seinem Tod und viele Jahre nach seiner politischen Allmacht im ehemaligen Jugoslawien, Tito ist immer noch allgegenwertig. Ich mag das nicht werten,..
Tito - noch immer allgegenwärtig

 

Auf einer der Brücken im Ort über die Una, sahen wir jeden Tag eine Mama mit ihren beiden Babyhündchen,..Amela erzählte, dass hier die freilaufenden Hunde gefüttert werden, was wir dann auch gemacht haben, Mama und Babys wurden allmorgendlich von uns mit Leckereien verwöhnt.
Babyhund

 

Auf unserer Tour entlang der Una stießen wir auf dieses Restaurant mit angeschlossenem Hotel, wir waren vor allem vom kleinen Tierpark und den wunderbaren Ausblicken fasziniert. Der Kaffee schmeckte gut, gegessen haben wir leider nix, da wir ja nach Bihac ins Mlin wollten.
Ist aber schon für nächstes Jahr gespeichert, vielleicht wohnen wir da auch mal.
Restaurant und Hotel Kostelski Buk, Bosanska Krupa

Strand mit Esel und Ziege, Kostelski buk
Eines meiner Lieblingsfotos, Esel und Ziegen vereint am Strand der Una
Kosteslski Buk, Restaurant mit Aussicht

 

Ein bissal Bewegung schadet nie, Amela führte uns an die Krušnica, leider haben wir es nicht bis zur Quelle geschafft, die wunderschön sein soll und seltene Krebse in Höhlen beheimatet,..aber wir kommen ja wieder!
Wandern an der Krusnica

In den Wiesen an der Krusnica
Hirschkäfer

 

Die Ruine einer katholischen Kirche in Bihać und ein steinerner Sarg, leider konnte ich weder den Namen der Kirche finden, noch wer in dem steinernen Sarg liegt, eruieren.
Bihac

Bihac katholische Kirche<

Das wars für 2016 aus Bosnien, ich freue mich heute schon auf 2017 wo ich hoffentlich wieder mit Frank und Amela und ich hoffe auch wieder mit meinem Mann nach Bosanska reisen kann. Diesmal war an meiner Seite auch noch meine Mama, da mein Mann nicht mitkonnte. Mal sehen wie meine Gesellschaft nächstes Jahr zusammengewürfelt ist.

Ich hoffe, ich habe Euch Lust gemacht, einmal ungewohnte Reiseziele auszusuchen und sich einzulassen auf die Kultur eines uns doch fremden Landes, dass geografisch doch gar nicht so weit entfernt ist von uns.

Weitere Berichte aus anderen Gebieten in Bosnien:
Sarajevo – 2014 und 2015

Srebrenica 2015

Live aus Mostar 2015

Reisebericht Mostar 2015

#Balkanrundreise2015 Mostar in Bosnien&Herzegovina


Wir waren diesmal zwei ganze Tage in Sarajevo, allerdings haben wir davon einen ganzen Tag in Mostar verbracht.

Diese Stadt habe ich das erste Mal gesehen vor 11 Jahren, wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, als wir das zweite Mal in Kroatien Urlaub gemacht haben. Damals noch mit unseren Mädels, die da noch ziemlich jung waren und lieber am Strand geblieben wären, als mit uns und ihrer Großmutter die mit war, nach Mostar zu fahren. Aber da mussten sie durch, befrage ich sie heute, erinnern sie sich nicht wirklich daran, auch nicht wenn ich ihnen was davon erzähle. Was mir zeigt, dass Kindern sowas nicht im Gedächtnis bleibt.

Aber diesmal war das ja anders, mein Mann und ich fahren seit einigen Jahren alleine wann und wohin wir wollen und Mostar stand diesmal ganz oben auf meiner Wunschliste.

An meinen ersten Besuch in Mostar kann ich mich noch gut erinnern, ich hatte von Bosnien absolut keine Ahnung, ein leichter Kulturschock machte sich bemerkbar, kein negativer, aber es war einfach anders als man von kroatischen Touristenorten oder von Italien gewohnt ist.
Faszinierend fand ich es schon damals, diesmal noch viel mehr.

Alleine die Anfahrt, die Neretva begleitet einen:
Auf dem Weg nach Mostar
Angekommen in Mostar, von einer Brücke fotografiert:
Neretva
Ist das nicht eine wunderbare Farbe? Wie sie da fließt im Sonnenschein, die Neretva?

Dieses bunte Treiben auf dem Weg zur Brücke
reges Treiben in der Altstadt

An vielen Stellen findet man solches:
Don't forget 1993
Mahnungen, auf dass die Öffentlichkeit nicht vergisst was auch in Mostar für schreckliche Kriegszustände herrschten.

Und auch solche Bilder bekommt man zu sehen:
Mostar heute und einst

Unter der berühmten Brücke von Mostar, ein junger Mann mit seinem Hund, er hatte ihm immer wieder mit Steinen gefüllte leere Flaschen in die Neretva geworfen, und der süße Kerl ist unermüdlich um diese Flaschen rausgeschwommen um sie dann seinem Herrchen vor die Füße zu legen!
Auch der Hund sucht Abkühlung in der Neretva

Und dann natürlich, der Höhepunkt, die Brücke von Mostar, einzigartig in ihrer Schönheit, auch wenn sie nicht mehr die Originale ist, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde.
Im Balkankrieg in den 1990er Jahren wurde die Brücke vollkommen zerstört, es dauerte bis 2004 bis sie wieder eröffnet wurde und die Behelfsbrücke ihren Dienst beenden konnte.
Die Brücke in Mostar wurde auch in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Zu Recht, sie ist ein faszinierendes Bauwerk.
Auch ist sie ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention.
Brücke Mostar, Juni 2015

Und dann, zum Abschluss habe ich noch zwei ganz besondere Fotos, die ich euch zeigen darf.
Die Gabi vom Baumdämon Blog hat mir zwei Fotos aus 1967 zur Verfügung gestellt. Sie war da in ihrer Kindheit auf Urlaub, damals hieß ja alles gemeinsam noch Jugoslawien.
Vielen Dank, liebe Gabi, dass ich die beiden Bilder uneingeschränkt nutzen darf, ich habe aber deinen Namen auf die Bilder geschrieben.
Wie die Zeit vergeht,..
Einmal ein Blick in die Stadt und einmal die berühmte Brücke:
Mostar, von Gabi von 1967
Mostar 1967 von Gabi
Die Gabi meinte die Qualität ist nicht so toll, weil bloß abfotografiert von den Originalen, ich finde dennoch beide Bilder einfach nur Klasse!

Damit schließt auch mein kleiner Bericht von Mostar, wie immer von mir gibt’s in jedem Fall eine Empfehlung Mostar einen Besuch abzustatten, es ist einfach interessant da rumzulaufen und für uns fremde Kulturen zu erleben.

Sollte jemand schon auf einen 2015er Sarajevo Bericht warten, der muss sich noch etwas gedulden, dieser erscheint in Form eines Gastbeitrages in einem Reiseblog, wenns soweit ist, gebe ich Bescheid!

Nach Bosnien sind wir nach Montenegro gereist, der nächste Bericht wird also über Montenegro sein, über Budva, über das Meer, über die Berge, einen kurzen Abstecher in einen Nationalpark haben wir gemacht, wir haben Schinken in Njegusi eingekauft und waren bei einem Mausoleum, hm ja und wir waren am südlichsten Punkt in Montenegro. Mehr dazu demnächst.

Ich wünsche euch einen schönen Mittwoch!